Frau Karin S. aus Bad Lauchstädt ist erbost. Ihre 79-jährige Mutter ließ gutgläubig einen sich als Telekom-Mitarbeiter ausgebenden jungen Mann in die Wohnung, der ihr angeblich helfen wollte, Kosten zu sparen. Er ließ sich die letzte Telefonrechnung geben und redete solange auf die alte Dame ein, bis diese eine Unterschrift leistete. Ihr Glauben, nunmehr beim Telefonieren zu sparen, wurde schnell zerstört. Sie ist Abonnentin der Zeitschrift „Hörzu“ geworden, ihre Kontodaten waren fein säuberlich aus der Telekom-Rechnung für den Bankeinzug der Abo-Gebühren abgeschrieben worden.
Hierbei handelt es sich leider nicht um einen Einzelfall. Immer wieder gelingt es gewieften Drückern insbesondere ältere Verbraucher unter falschen Legenden zum Vertragsabschluss zu bewegen. Drücker nutzen ganz gezielt die Gutgläubigkeit der Verbraucher aus und verschaffen sich Zugang zur Wohnung und den notwendigen Kontodaten samt Unterschrift unter einen nicht gewollten Vertrag.
Ein Vorgehen, das die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. verurteilt. Es bedarf in der Folge regelmäßig Aufwand und Kosten, um derartige Verträge wieder aus der Welt zu schaffen. Um diesen Ärger zu vermeiden kann jedem Verbraucher nur geraten werden, keinem unbestellten Vertreter Zutritt zur Wohnung zu gewähren, Kontodaten frei zu geben und Unterschriften zu leisten. Eine gesunde Skepsis ist immer angebracht. Die Wohnungstür sollte für unerbetenen Besuch verschlossen bleiben.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
