Die Verbraucherzentralen geben jetzt Hilfestellung: Schnell und unkompliziert können Konsumenten ab sofort mit der neuen Ampel-Karte der Verbraucherzentralen die Menge an kritischen Nährstoffen in Lebensmitteln beurteilen. Sie listet für Lebensmittel und Getränke auf, welche Anteile an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz als gering, mittel und hoch einzustufen sind. Zur besseren Orientierung sind die Angaben mit den Ampelfarben grün, gelb und rot unterlegt. Für jede Farbe gibt es bestimmte Nährstoffgrenzwerte. Um einen grünen Punkt zu bekommen, darf ein Lebensmittel zum Beispiel nicht mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten.
„Verbraucher können so Zuckerbomben und Fettfallen schon im Supermarkt enttarnen“, so Bergmann. Die Ampel-Checkkarte und ein Flyer mit Hintergrundinformationen dazu ist bei den Ernährungsexperten in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich.
Wer den Einkauf zu Hause unter die Lupe nehmen will, kann das unter
www.verbraucherzentrale-ampelcheck.de mit Hilfe eines Online-Rechners tun. Dort können sich Verbraucher in einer Datenbank außerdem über die Nährwerte einer Reihe von Lebensmitteln informieren und finden ausführliche Informationen zur Nährwert- und speziell zur Ampelkennzeichnung. Neben der Bewertung der einzelnen Lebensmittel kommt es am Ende natürlich auf eine ausgewogene Zusammenstellung und Menge an. Dabei helfen die Tipps für gesundes Essen und Trinken. Politik muss Versteckspiel im Supermarkt beenden
Die Ampel-Karte ist aber kein Ersatz für verbindliche, leicht verständliche und einheitliche Nährwertangaben. Die Lebensmittelindustrie darf sich einer verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung nicht weiter verschließen.
Die Bundesregierung muss sich für eine europaweit verpflichtende Nährwertkennzeichnung in grafischer und farblich unterlegter Form auf der Grundlage einheitlicher, verbindlicher Mengenangaben (z.B. 100 Gramm) einsetzen. Dies entspricht den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher, sie hatten sich in einer Umfrage des Bundesverbraucherministeriums mehrheitlich für eine farblich unterlegte Kennzeichnung ausgesprochen.
Der Flyer "Dickmachern auf der Spur" kann hier heruntergeladen werden.
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