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Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt

08.05.2009
Marktcheck bei Sachsen-Anhalts Autohändlern
Vollzugsdefizite bei der Umsetzung der Gesetzlichkeiten

Nur ein Drittel der aufgesuchten Autohändler Sachsen-Anhalts konnte den "DAT Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emmissionen" vorweisen, der Aushang mit vergleichenden Kraftstoffangaben war nur in 22 % der Autohäuser vorhanden, selbst die Kennzeichnung mit dem CO2-Label war nur bei rund 70% der ausgestellten Neuwagen zu finden, vier Händler hatten konsequent keines ihrer Neufahrzeuge mit dem CO2-Label ausgezeichnet – "klare Verstöße gegen geltendes Recht" mahnt die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt in Auswertung der Ergebnisse eines kleinen Marktchecks an.
Anlass der Stichprobenuntersuchung bot die sogenannte Abwrackprämie und die dadurch generierte Nachfrage nach Neuwagen. Wir wollten wissen, ob und wie sich Verbraucher zu sparsamen Autos informieren können. Den gesetzlichen Rahmen bietet dazu die "Verordnung über Verbraucherinformation zu Kraftstoffverbrauch und CO2 -Emissionen neuer Personenkraftwagen" (PKW-EnVKV). Ziel der Verordnung ist es, dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, sich vor dem Kauf eines Autos, schnell und unkompliziert über Kraftstoffverbrauch und CO2 -Emissionen informieren zu können.
Sie schreibt vor:
• die Ausweisung der Kraftstoffverbräuche und die CO2 -Emissionen aller Neufahrzeuge mit einer Verbraucherinformation, dem sogenannten CO2 -Label
• einen gut sichtbaren Aushang mit den Werten des offiziellen Kraftstoffverbrauchs und der offiziellen spezifischen CO2 -Emissionen aller Modelle neuer Pkws , die am Verkaufsort ausgestellt oder dort zum Kauf angeboten werden
• den "DAT Leitfaden zu Kraftstoffverbrauch und CO2 -Emissionen" auf Anfrage jedem Verbraucher entweder in gedruckter oder elektronischer Form auszuhändigen
Im Zuge des kleinen Marktchecks wurde von der Verbraucherzentrale auch die Beratungsqualität zu den Themen "kraftstoffsparendes Auto" und "Abwrackprämie" unter die Lupe genommen.
Die Ergebnisse: Größtenteils konnte ein sparsames Modell genannt werden. Modelle mit alternativen Antrieben wie (Erdgas, LPG) wurden als unwirtschaftlich abgetan, wohl auch weil nur wenige Hersteller Serienfahrzeuge mit alternativen Technologien in ihrem Sortiment haben und die momentan günstigen Benzinpreise langfristige Wirtschaftlichkeitsberechnungen verfälschen.
Zu welchen genauen Konditionen die Umweltprämie erhältlich ist, erfuhr der Testkäufer in der Regel erst auf gezielte Nachfrage. Eine Abwicklung des "Abwrackvorganges" war in allen Fällen über die Autohäuser möglich.
Tipp der Verbraucherzentrale: Eine komfortable Möglichkeit sich über sparsame Neuwagen zu informieren, bietet der VCD unter Link öffnet in neuem Fensterhttp://www.besser-autokaufen.de/ und mit seiner Auto-Umweltliste.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V.,Steinbockgasse 1, 06108 Halle
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzsa.de/link564901A.html