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Beratungsstellen

Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt

09.07.2009
Eine monatliche Zusatzrente von 2.500 Euro ein Leben lang

Gewinnchance mit Nebenwirkungen

Der vorläufige Auszahlungs-Plan für eine monatliche Rente über 2.500 Euro, auf einen Zeitraum von 25 Jahre berechnet, beeindruckt auf jeden Fall. Ganze 750.000 Euro würde man ausgezahlt bekommen. Ein Traum? Laut Reader`s Digest Deutschland - dem Absender dieser Schreiben mit Sitz in Stuttgart - haben angeschriebene Verbraucher zumindest eine Chance auf diesen Geldsegen. Unmengen von Papier werden hier an Verbraucher Sachsen-Anhalts versandt. Ein vorläufiger Fahrplan für die Gewinn-Übergabe, ein Bestätigungs-Abschnitt für die gewünschte Preisübergabe, Infos zur Gewinnerparty mit Luxuswochenende im Stuttgarter Hotel, eine Zusatzrenten-Mitteilung, ein Registrierungs-Formular, Klebezettel und und und - alles das erhalten die Glücklichen. Über mehrere Briefe verteilt werden die Adressaten immer wieder aufgefordert, zu reagieren. Sie sollen Kreuze setzen, Marken kleben, Rückantworten versenden. Das bestätigen die zahlreichen Anfragen in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale. Neben der Hoffnung auf einen Gewinn steht aber immer wieder die Frage: Gibt es einen Haken?

Die Antwort der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt ist eindeutig: Neben der Gewinnchance auf eine Zusatzrente geht es um ein Abonnement des Monatsmagazins "Reader`s Digest". Das kann, muss man aber nicht abschließen. Hier kommen einige Verbraucher schon ins Wanken, würde eine Bestellung nicht die Gewinnchancen erhöhen? Außerdem bekäme man als Geschenk noch einen superpraktischen Uhren-Rechner dazu. Und es geht um die Weitergabe der persönlichen Daten. Die Telefonnummer und E-Mail-Adresse wird erfragt, um künftig über aktuelle Angebote informieren zu können. Ein Extrakreuz berechtigt den Verlag und deren besonders ausgewählte Kooperationspartner seines Vertrauens weitere Angebote zuzusenden.

Wer schon jetzt mit der Papierflut überfordert ist, sollte diese Einverständniserklärung auf jeden Fall nicht abgeben. Will man seinen Briefkasten vor Überfüllung schützen und telefonisch nicht belästigt werden, dann gibt es nur eine Alternative. Jeder Verbraucher sollte genau überlegen, welche Daten er zu Werbezwecken weitergibt.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V.,Steinbockgasse 1, 06108 Halle
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzsa.de/link582341A.html