Erneut hat die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung das in der EU verbotene Pflanzenschutzmittel Amitraz in Birnen aus der Türkei in gefährlichen Konzentrationen entdeckt. Im Rahmen einer gezielten Aktion wurden nach Auffälligkeiten im Vorjahr erneut Birnen auf den Wirkstoff Amitraz untersucht, dabei waren alle Proben aus der Türkei mit Rückständen ganz erheblich über dem Grenzwert belastet. Die Birnen wurden, soweit noch vorhanden, von den Lebensmittelüberwachungsbehörden unverzüglich aus dem Handel genommen und vernichtet. Angesichts der Befunde muss nach Aussage des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum derzeit vor dem Verzehr von Birnen mit Herkunft Türkei gewarnt werden.
Bisher wurden in Baden-Württemberg im Jahr 2009 insgesamt 45 Proben Birnen aus verschiedenen Herkunftsländern (Südamerika zwölf, Deutschland zehn, Südafrika sechs, Türkei acht, Italien vier, Spanien eine, Niederlande eine, Sonstige drei) auf Rückstände an Pflanzenschutzmitteln untersucht. In allen acht Birnenproben aus der Türkei konnten Amitraz-Rückstände festgestellt werden. Hierbei lagen die nachgewiesenen Rückstandsgehalte (0,2 bis 15,7 mg/kg) ungewöhnlich weit über der für Amitraz festgelegten Höchstmenge (0,01 mg/kg) und auch der festgelegte Wert für die ‘Akute Referenzdosis ( ARfD )’ wurde in allen Proben deutlich überschritten. In den übrigen Proben konnten keine Höchstmengenüberschreitungen und auch keine Amitraz-Rückstände festgestellt werden.
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