Die Schlagzeilen in Presse, Rundfunk und Fernsehen übertreffen sich, denn immer mehr Kreditinstitute ziehen Kreditkarten von Verbrauchern aus dem Verkehr. Hintergrund soll ein möglicher Missbrauch von Kreditkartendaten bei einem spanischen Dienstleiter für Kreditkarten-Zahlungen sein.
Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. gibt nachfolgend Tipps, wie Kreditkartenbesitzer reagieren sollten.
Verunsicherte Kreditkartenbesitzer sollten bei ihrem Kreditinstitut nachfragen, ob sie vom Rückruf betroffen sein könnten.
Für alle Kreditkartenbesitzer gilt: Beobachten Sie genau Ihre Kontoauszüge und melden Sie sich bei der Kreditkartenfirma, falls Buchungen auftauchen, die Sie nicht genehmigt haben.
Wer besorgt ist, kann die Kreditkarte vorsorglich sperren lassen. Für den Sperr-Notruf gibt es die gebührenfreie Telefonnummer 116 116. Allerdings könnten Kosten anfallen, wenn eine neue Karte beantragt wird.
Außerdem sollten Kartenbesitzer sehr sorgsam mit Ihrer Kreditkarte und der Kreditkartennummer umgehen, um Missbrauchsfällen vor zu beugen. Ein gesundes Misstrauen ist immer angebracht, vor allem wenn die Kreditkarte im Ausland eingesetzt werden soll.
Wer häufig mit der Kreditkarte zahlt, sollte sich notieren, wann und wo die Kreditkarte eingesetzt und welcher Betrag in welcher Währung damit beglichen wurde. Dadurch ist ein Abgleich mit den Abbuchungen auf dem Kontoauszug leichter möglich. Unregelmäßigkeiten können festgestellt und es kann entsprechend reagiert werden.
Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. fordert die betroffenen Kreditinstitute auf, über die Ursachen des möglichen Missbrauchs von Kreditkartendaten zeitnah und umfassend aufzuklären. Außerdem haben die Kreditinstitute dafür zu sorgen, dass die angebotenen Systeme sicherer werden, um die jetzigen Vorkommnisse zu vermeiden.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
