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Car-Sharing

Autoschlüssel an einem Anhänger (sxc.hu / Sanja Gjenero)
Foto: sxc_1149771

Rund 43 Millionen PKW sind derzeit in Deutschland zugelassen, doch in den meisten Privathaushalten wird das Auto nicht mehr als eine Stunde am Tag genutzt. Wenn man sämtliche Kosten für Unterhalt, Versicherungen und Anschaffung berücksichtigt, so stellt sich schnell die Frage die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Denn: Das eigene Auto kostet auch, wenn es bloß vor der Tür steht.

Autoteiler schonen Umwelt und Geldbeutel


Der Verzicht auf das eigene Auto spart nicht nur viel Geld, sondern ist dank einer großen Anzahl an Carsharing-Anbietern in über 300 Städten und Gemeinden ohne Einschränkung des Lebenskomforts möglich – das zeigen 220 000 Carsharing-Nutzer in Deutschland. Ohne eigenes Auto auszukommen, geht ganz einfach: durch die Anmeldung bei einer Carsharing-Organisation, durch die Nutzung von privaten Carsharing-Portalen im Internet oder durch das klassische Mieten eines Autos. Der große Vorteil für Autoteiler: Sie zahlen – neben einem möglichen Mitgliedsbeitrag – nur dann, wenn sie das Fahrzeug auch wirklich nutzen. Weiteres Plus: Man kann – je nach aktuellem Bedarf - aus einem Fuhrpark verschiedener Kfz-Typen wählen. Im Schnitt nutzen 39 Personen ein Auto. Davon profitiert auch die Umwelt. Zumal Autoteiler in der Regel seltener fahren.

Carsharing-Organisationen


Beim organisierten Carsharing wird man Mitglied in einer Organisation am Wohnort. Deren Geschäftskonditionen variieren. Je nach Anbieter fallen eine Aufnahmegebühr, ein monatlicher Mitgliedsbeitrag oder eine Kaution an. Als Mitglied kann man den gesamten Fahrzeugbestand der Organisation nutzen und sich entweder ein Auto für eine bestimmte Zeit reservieren oder auch spontan auf ein Gefährt in der Nähe zurückgreifen. Gebucht werden kann zumeist per Internet oder Telefon rund um die Uhr; die Fahrzeuge stehen entweder an festen Stationen, oder der aktuelle Standort des Autos ist im Internet abrufbar. Abgerechnet wird nach einem kombinierten Zeit-/Kilometertarif. Die meisten Organisationen bieten im Internet einen Kostenrechner an, um vor der Fahrt die Gesamtkosten zu ermitteln. Neben Standardtarifen finden sich oft Sonderkonditionen, zum Beispiel Wochenendspecials, Nachtrabatte für Frauen oder Firmen- und Studententarife. Einen einfachen Zugang zum Carsharing gibt es in vielen Städten auch für Abo-Kunden des ÖPNV und für BahnCard-Inhaber.

➜ Tipps: Bevor man Mitglied in einer Carsharing-Organisation wird, sollte man folgende Punkte klären:
  • Sind die Kosten nachvollziehbar? Ist eine Aufnahmegebühr oder ein monatlicher Beitrag zu zahlen?
  • Ist die Buchungszentrale rund um die Uhr besetzt? Gibt es eine Service-Nummer bei Problemen während der Autonutzung?
  • Stehen die Fahrzeuge an vielen Standorten bereit, und wie weit ist der Weg zu dorthin?
  • Entspricht der Fuhrpark den eigenen Bedürfnissen?

Weitere Informationen sowie Adressen von Car-Sharing-Organisationen in Deutschland gibt es beim Bundesverband Carsharing e.V.

Privates Carsharing


Verschiedene Internetportale bieten Carsharing von Privatpersonen für Privatpersonen an: Autobesitzer registrieren sich und können von Interessenten gefunden werden. Die Preise legen die Autobesitzer fest. Daher empfiehlt sich ein Preisvergleich. Für registrierte Fahrzeuge schließen die Portale für die Dauer der Buchung in der Regel eine zusätzliche Haftpflicht- und Kaskoversicherung ab. Die eigene Versicherung muss der Autobesitzer deshalb bei Unfall oder Diebstahl nicht in Anspruch nehmen. Auch können Besitzer und Mieter die Bezahlung über die Platform laufen lassen. Dabei erhält der Besitzer das Geld, das der Mieter vorab an den Betreiber der Platform überwiesen hat, erst nach der Fahrt. Empfehlenswert ist zudem ein von beiden Parteien unterschriebenes Übergabeprotokoll, das eventuelle Beschädigungen aufführt. Von diesem privaten Carsharing profitieren beide: Der Besitzer lässt sein Auto Geld verdienen und kann seine Unterhaltungskosten senken, der Autonutzer kommt an ein Gefährt, das er in der Nähe zum Wohnort günstig leihen kann.

➜ Tipp:Grundsätzlich sollte bei gemeinsam genutzten Fahrzeugen eine Haftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckung und eine Voll- oder Teilkasko-Versicherung bestehen. Sinnvoll ist zudem der Abschluss einer Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Insassenunfallversicherung oder Schutzbrief sind aus Sicht der Verbraucherzentrale jedoch unnötig.

Auto mieten


Eine weitere Alternative, nur bei Bedarf einen PKW zu nutzen, ist der Mietwagen. Bei manchen Anbietern besteht die Möglichkeit, für einen bestimmten Jahresbeitrag Autos zu günstigen Tages- und Wochenpreisen zu mieten. Meist werden dabei allerdings Mindestbuchungen vorausgesetzt. Vor der Entscheidung für einen deutschlandweit agierenden oder lokalen Anbieter sollten Service und Preise verglichen werden - die Preisunterschiede sind zum Teil erheblich.

Nachteil gegenüber dem Carsharing: Weil das Gefährt in der Regel für mindestens einen ganzen Tag gemietet werden muss, lohnt sich der Mietwagen für kurze Strecken oder einen spontanen Einkauf nicht. Auch sind die Mietstationen nicht rund um die Uhr besetzt. Wer buchen möchte, ist an die klassischen Bürozeiten gebunden.

➜ Tipp: Wer online seinen Wagen mietet, wird oft mit Preisvorteilen belohnt. Aber auch Verhandeln vor Ort kann Geld sparen. Doch Achtung: So manche Billig-Offerte löst sich spätestens dann in Wohlgefallen auf, wenn zum Beispiel eine Vollkaskoversicherung nicht im Preis enthalten ist. Apropos Versicherung: Auch auf die Haftungsbedingungen im Schadensfall sollte man ein Auge haben. Liegt die Selbstbeteiligung sehr hoch, kann ein selbstverschuldeter Unfall sehr teuer werden.

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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
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