Mit der Vorlage ihres Jahresberichtes für 2010 zieht die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. eine erfolgreiche Bilanz. Mehr als 388.000 Verbraucherinnen und Verbraucher ließen sich im Jahr 2010 beraten, nutzten die Informations- und Bildungsangebote, fragten um Rat bei Aktionen oder erwarben Broschüren und Ratgeber der Verbraucherzentrale. Die Rechts-, Finanz-, Energie- und Lebensmittelexperten führten über 36.000 persönliche Beratungen in den Beratungsstellen, per Telefon oder E-Mail durch. Auf der Homepage der Verbraucherzentrale wurden mehr als 225.000 Besucher registriert, eine Zunahme von rund 30 %.
Der Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V. Marco Tullner stellt fest: "Weit über die Hälfte der Verbraucherprobleme haben mit den so genannten neuen Medien zu tun. Häufig war der angeblich problemlose Anbieterwechsel missglückt oder viel zu teuer oder mittels Internet und Telefon wurden Verbraucher getäuscht, Verträge untergeschoben, Daten unerlaubt gesammelt."
Spitzenplätze beim aktuellen Negativranking der Verbraucherzentrale belegen nach wie vor die Internetfallen - so gab es allein 4500 Ratsuchende, die auf vermeintlich kostenfreie Dienste im Internet hereingefallen sind. Ein Programm gesucht, eine Route geplant und später flattert eine Rechnung für einen vermeintlichen Abovertrag ins Haus. Mit Mahnungen und Inkassoschreiben wurde anschließend Druck gemacht, um die Verbraucher zur Zahlung zu bewegen. Die Verbraucherzentrale stellte über diese Methoden und häufigsten Täuschungen ein Informationsmaterial zusammen. Darin zu finden sind auch über 70 Namen von Anbietern.
Immer noch kein Ende gibt es bei der unerlaubten Telefonwerbung und dem Datenmissbrauch. Die gesetzlichen Regelungen greifen zu kurz, dubiose Gewinnspielbetreiber und sogar falsche Verbraucherschützer zocken mit immer dreisteren Methoden ab.
Beispiele für die häufigsten Methoden der Abzocker können hier... nachgelesen werden.
Häufig war auch der Verbraucheralltag problematisch, bei Energieverträgen, Zusatzbeiträgen der Krankenkassen, Manipulationen an Geldautomaten, Verträgen auf Kaffeefahrten. Probleme mit dem Telefon- oder DSL-Anschluss, Flugausfälle, Zugverspätungen – der rechtliche Rat der Verbraucherschützer war erneut gefragt.
Vor allem die Sicherheit stand und steht im Vordergrund der Verbrauchernachfragen zu Lebensmitteln: Dioxin, kürzlich die Folgen des Reaktorunfalls in Japan oder Lebensmittelinfektionen wie in diesen Tagen EHEC bewegen die Verbraucher. Probleme machen der Internethandel mit gepanschten Nahrungsergänzungsmitteln, Irreführung und Täuschung in der Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln, falsche Grundpreisangaben, irreführende Werbung mit Zusatzstofffreiheit oder das Rätsel vieler Verbraucher um die konkrete Herkunft von Lebensmitteln.
Anbieterunabhängige und gut verständliche Verbraucheraufklärung war das Ziel der vielfältigen Bildungsangebote und Aktionen der Verbraucherzentrale zu den Themen Lebensmittel und Ernährung, Klima und Energie, Verbraucherrecht und Finanzen.
Der vollständige Jahresbericht kann hier...nachgelesen oder heruntergeladen werden.
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