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Neue Sicherheitsverfahren beim Online-Banking. Nutzen Sie die Einführung von M- und Chip-TAN zum Anbieterwechsel

Jemand mit Kreditkarte an seinem Laptop (sxc.hu / ugaldew)
Foto: sxc_538310

Viele Geldinstitute stellen derzeit die Authentifizierungsverfahren im Online-Banking um. Nach und nach müssen sich Kunden dabei von Listen mit mehrstelligen Zahlencodes, dem so genannten TAN/iTAN-Verfahren verabschieden. Die TANs (Transaktionsnummern) dienen der Authentifizierung von Transaktionen eines Nutzers (z.B. Überweisung, Wertpapierkauf) im Online Banking.

Das TAN/iTAN-Verfahren gilt wegen zahlreicher betrügerischer Angriffe aus dem Internet als anfällig für Missbrauch. Stattdessen sollen künftig Chip-TAN und M-TAN verwendet werden. Wir erklären die Grundzüge sowie die Vor- und Nachteile beim neuen Online-Banking
  • Chip-TAN: Hier erfolgt die Authentifizierung mittels Bankkarte mit Chip und einem zusätzlichen elektronischen Gerät (TAN-Generator). Dieser besitzt in der Regel ein Display, ein Ziffernfeld und einen Karteneinschub. Die TAN, mit der Sie die Transaktion abschließen, ermittelt der TAN-Generator. Dazu müssen Sie Ihre Bankkarte in den Kartenleser schieben. In den meisten Fällen des Online Bankings erscheint eine flackernde Grafik, an die der Generator gehalten wird. Nach der Kontrolle des Zielkontos und des zu überweisenden Betrages wird die Transaktionsnummer angezeigt. Diese TAN, ist ausschließlich für die aktuelle Transaktion nutzbar. Bei anderen Generatoren kann die TAN auch manuell erzeugt werden. Viele Banken verkaufen die TAN-Generatoren an ihre Kunden. Es steht Ihnen aber auch frei, einen Generator bei anderen Anbietern zu erwerben. Erkundigen Sie sich zuvor nach kompatiblen Modellen.
  • M-TAN, mobile TAN bzw. SMS-TAN: Nach Eingabe der Transaktionsdaten fordern Sie per Mausklick im Online-Banking eine TAN an, welche umgehend an die bei der Bank hinterlegte mobile Telefonnummer geschickt wird. Das Verfahren funktioniert nur, wenn Sie mobil erreichbar sind.
  • Vorteil: Die neuen Systeme sind sicherer, weil ein zweites, vom PC unabhängiges Gerät nicht von einem eventuell auf dem Computer vorhandenen Trojaner-Programm manipuliert werden kann.
  • Wichtig: Aus Sicherheitsgründen ist es nach den Bedingungen der Banken strikt verboten, eine M- bzw. SMS-TAN fürs Online-Banking auf dem internettauglichen Handy zu nutzen, das zeitgleich für das Bankinggeschäft eingesetzt wird! Im Schadensfall übernimmt die Bank keine Haftung. Auch sollte das Telefon während einer Überweisung nie per Datenkabel oder Bluetooth (Funk) mit dem Rechner verbunden sein. Denn sonst sind Mobiltelefon und Computer keine unabhängigen Geräte mehr, die den verbesserten Schutz vor Angriffen bieten.
  • Nachteil: Die Geldinstitute geben oftmals die Kosten für die höhere Sicherheit weiter. Die SMS kosten beispielsweise bis zu 13 Cent. Für die Anschaffung der TAN-Generatoren fällt in der Regel einmalig ein Betrag von ca. 10 Euro an. Es gibt aber auch Anbieter, die Online Banking weiterhin kostenlos bereitstellen.
  • Tipp deshalb: Die Einführung der neuen TAN-Verfahren kann Anlass sein, sich über Preise und Leistungen der Konkurrenz zu informieren..Die Preisunterschiede beim Girokonto sind riesig. Gleiches gilt für Wertpapierdepots und die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Anbieterwechsel.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V.,Steinbockgasse 1, 06108 Halle
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzsa.de/link934131A.html